Denk-mal-LaborAstrid Mendes

Publikationen

Astrid Mendes vor Tafelmalereien
Kunstrecherche, St. Petrus und Paulus.
Tafelmalereien von Hans Schäufelin

Der ehemalige Georgsaltar um 1517 von Oberdorf und die Zuschreibung an Hans Schäufelin, Publikation in Arbeit

Die Untersuchung befasst sich mit der Provenienz zweier Seitenaltäre, die sich heute in der Kath. Pfarrkirche St. Peter und Paulus in Beuren bei Isny im Allgäu befinden. Die bemalten Altarflügel des nördlichen und südlichen Seitenaltars werden Hans Schäufelin (ca. 1480 – ca. 1540) zugeschrieben.

Provenienz und Restaurierung

Die Tafelmalereien wurden ursprünglich für den Hochaltar der Georgskirche in Oberdorf angefertigt. Im Jahr 1855 verkaufte die evangelische Gemeinde das Altarwerk an den Kunstmaler und -händler Friedrich Maurer, der die Altarteile und Gemälde in den folgenden drei Jahren restaurierte. 1858 gelangten die Werke für 100 Gulden in den Besitz der Pfarrei Beuren.

Zuschreibung und künstlerische Analyse

Um die Urheberschaft Schäufelins zweifelsfrei nachweisen zu können, wurde der Pinselduktus der Altarflügel mit Werken aus seinem gesicherten Œuvre verglichen.

Besonderes Augenmerk galt dabei dem Christusporträt, da Schäufelin sich in seinem Schaffen intensiv mit diesem Sujet auseinandersetzte. Darüber hinaus wurde die Bildnarration des Georgszyklus auf dem linken Seitenaltar analysiert, um die künstlerische Intention Schäufelins zu erfassen.

Ergebnis der Untersuchung

Die Auswertung der Kriterien und Vergleiche führte zu dem Ergebnis, dass die Tafelmalereien des Georgsaltars in Beuren von Hans Schäufelin geschaffen wurden. Es konnten deutliche Parallelen zu früheren Bildwerken, insbesondere zum Christgadener Altar (1515/16), nachgewiesen werden. Charakteristisch sind die Übereinstimmungen in der Pinselhandschrift sowie die wiederkehrenden Bildmotive.

Christusporträt, Detail
Gotische Skulpturengruppe im Kloster St. Walburg

Gotische Skulpturengruppe im Kloster St. Walburg, Eichstätt, Visualisierung der Fassungsabfolge

Visualisierung der Farbfassungen von 1500 der Schreinskulpturen aufgrund der technologischen Untersuchung.

Publiziert von Bettina Mayer in „KulturGeschichtN" Festschrift für Walter Pötzl zum 60. Geburtstag, Hgg. Alexandra Kohlberg im Auftrag des Heimatvereins für den Landkreis Augsburg e.V., 26 Jahresbericht 1997/1998/1999 (auf den Seiten 540-544).

Die Problematik der Weißschleierbildungen am Totentanz von Wondreb, Publikation in der Fachzeitschrift restauro 01/2011

Innenraum mit Totentanz-Decke

Die 28 Tafeln, welche um 1710 entstanden sind, beziehen sich auf Darstellungen der Kupferstiche von bemalter Todten-Kapelle Abraham a S. Clara.

Materialien aus vorangegangenen Restaurierungsmaßnahmen bergen immer wieder Probleme bei heutigen Arbeiten an den Objekten. Besonders bei den 28 Holztafelbildern des Totentanzes zeigten sich die Auswirkungen früherer Eingriffe deutlich.

Die Hauptproblematik bestand darin, dass eine Wechselwirkung zwischen den bei früheren Restaurierungen eingesetzten Materialien und ungünstigen klimatischen Bedingungen zu beobachten war. Dieses Zusammenspiel führte dazu, dass sich auf den Oberflächen der Gemälde Weißschleier bildeten. Im Auftrag der Kirchengemeinde initiierte ich die Durchführung technischer Untersuchungen an den Gemälden. Ziel dieser Analysen war es, die Ursachen der aufgetretenen Weißschleierbildungen auf den Oberflächen der Werke zu identifizieren und zu verstehen.

Basierend auf den gewonnenen Erkenntnissen entwickelte ich ein Restaurierungskonzept, das darauf abzielte, den Bestand der Malereien langfristig zu sichern und die Bildinhalte wieder lesbar zu machen. Dadurch wurde die Zugänglichkeit der Kunstwerke für die Betrachter wiederhergestellt.

Kupferstichvorlage
Kupferstichvorlage
Endzustand Tafelmalerei
Endzustand Tafelmalerei